Die Notfallseelsorger in Schleswig-Holstein

Shownotes

Sie unterstützen die Betroffenen und entlasten die Polizei und den Rettungsdienst, die Notfallseelsorger in Schleswig-Holstein. Im Kreis Rendsburg-Eckernförde sind rund 60 Pastorinnen und Pastoren sowie 15 Ehrenamtliche immer in Bereitschaft. Sie sind für uns da und unterstützen uns in Situationen und Notlagen, mit denen wir alleine überfordert sind. In dieser Folge sprechen wir mit Peter Willutzki aus Holzbunge. Der Berufssoldat macht diese ehrenamtliche Aufgabe bereits seit 10 Jahren und erzählt aus seinen Einsätzen vom häuslichen Notfall bis zum Amoklauf.

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00:00:00: Moin, in meiner neuen Folge bringe ich diesmal kein ganz einfaches Thema mit.

00:00:04: Es geht um Menschen die immer dann zu uns kommen wenn wir in der wahrscheinlich schwarzesten Stunde unseres Lebens stehen.

00:00:10: Nämlich dann wenn Notfallseelsorger gebraucht werden.

00:00:13: Einer von ihnen ist Peter Wieludzki aus Holzbunge und er hat mir erzählt was in den ersten Momenten ganz wichtig ist.

00:00:19: Dann sind wir da dass die menschen ins erzählen kommen manchmal es auch nur einfacher beisitzen, die Hand halten und

00:00:28: zuhören.

00:00:28: Wie das funktioniert?

00:00:29: Und wie wichtig die Arbeit der Notfallseelsorger hier bei uns in Schleswig-Holstein ist?

00:00:34: Darüber sprechen wir heute in dieser Folge!

00:00:36: Mehr als achtzigtausend Menschen in Schleyswig- Holstein stehen täglich bereit um Menschen in Not zu helfen.

00:00:42: Uns erzählen sie ihre Geschichte aus Einsätzen von Notfällen und von Menschlichkeit.

00:00:48: Wir nehmen euch mit in die Einsätze und hören, wie wichtig diese Arbeit Tag für Tag

00:00:53: ist

00:00:54: Damit wir alle in Sicherheit leben

00:00:56: können.

00:00:57: Blaulicht,

00:00:58: der Helfer-Podcast

00:00:59: mit

00:00:59: Matze Schmarrk!

00:01:01: Und er ist immer noch bei mir Peter Wielucki, Notfallseelsorge aus dem Kreis Rendsburg.

00:01:05: Er kann fördern, dass du heute bei uns bist.

00:01:07: Hallo, Peter, wir besprechen ... Man hört es schon am Titel.

00:01:12: Notfall-Seelsorge is kein ganz einfaches Thema wo vielleicht jetzt nicht jeder sagt das ist sehr lebensbejaunt denn bei euch geht's Gerade dann um sehr viel Hilfe, wenn ein Leben zu Ende gegangen ist.

00:01:26: Wir wissen es gleich von vornherein so ernsthaft sagen.

00:01:29: Notfallseelsorge kommt ganz häufig zum Einsatz, wenn es z.B.

00:01:33: auch um Todesfälle bei Unfällen geht und die Überbringung einer Todesnachricht an Hinterbliebenen.

00:01:38: Du hast dich in deinem Ehrenamt dazu bereit erklärt.

00:01:41: wie bist du auf diese Idee gekommen?

00:01:43: Da kann ich helfen!

00:01:44: Oder schon viele Jahre her da war im Betrieb meiner Frau Ein schwerer Unfall, wo einer verstorben ist.

00:01:54: Und ich habe schon als Soldat dort viel gemacht in diese Richtung und hab dann gesagt Mensch das erlernte was ich als Soldaat gelernt habe kann ich auch vielleicht anderen beibringen bzw.

00:02:08: anderen helfen So die Ausbildung zum Notfallseesorger gemacht.

00:02:13: Das heißt, deine Vergangenheit besteht aus Soldatsein?

00:02:16: Das hast du beruflich gemacht oder machst du immer noch?

00:02:19: Was machst du, magst du sonst erzählen?

00:02:20: Ich bin Berufssoldat und hier in Schleswig-Holstein auf dem Flugplatz in Jagel.

00:02:26: Ah ja!

00:02:27: Den kennen ja viele.

00:02:28: Du sagst es gerade schon da hat man vielleicht auch mal mit der ein oder anderen Krise zu tun.

00:02:33: wenn ich am Bundeswehr denke an Soldaten die müssen auch in Krisengebiete das heißt irgendwie gab's da Berührungspunkte

00:02:40: bei der Bundeswehr ausgebildet zu dem sogenannten PIER.

00:02:44: Das sind die, die in Krisensituationen dann die Soldaten unterstützen und auffangen zusammen mit einer Psychologin Das Ganze aufarbeiten.

00:02:55: Und darüber bin ich an die Notfallseesorge

00:02:57: gekommen.".

00:02:58: D.h.,

00:02:58: du bist ja auch irgendwo zu Hause und nicht immer nur Soldat, vierundzwanzig sieben?

00:03:03: Sondern du sagst es ja richtig das ist dein Beruf aber du hast dich in deinem Privatleben im Ehrenamt auch dazu entschieden.

00:03:08: Ich möchte für andere Menschen da sein.

00:03:09: Ich habe das halt gelernt und hast dich dann zum Notfall-Seesorger ausbilden lassen.

00:03:15: Das kann man unter anderem bei der Kirche machen.

00:03:17: Das hast Du auch getan!

00:03:18: Ich

00:03:18: hab meine Ausbildung in Berlin genossen.

00:03:21: Das wird dort aber auch von der Kirche gemacht.

00:03:24: und als wir zurück nach Schleswig-Holstein gekommen sind, bin ich hier wieder bei der Kirchenrenzburg.

00:03:30: Da bin ich jetzt seit zehn Jahren.

00:03:32: Du machst das da auch schon eine Zeit lang?

00:03:34: Seit zehn Jahren die Nordkirche im Kirchenkreis Rennsburg-Eckernförde ist das Notfallseelsorger!

00:03:41: Hat vielleicht jetzt ja der eine oder andere, der uns zuhört schon mal gesehen.

00:03:45: Man erkennt euch an Einsatzstellen oder ich sag mal vielleicht auch an Haustürn an einer liedernden Jacke.

00:03:52: die habt ihr dann an da steht auch Notfallsee sogar auf dem Rücken.

00:03:55: also es sieht schon aus wie ne Einsatzjacke mit so leuchtstreifen drauf reflektionsstreifen darauf.

00:04:00: aber das eben dient dem Eigenschutz, wenn ihr eben auch an Unverstellen und so weiter seid.

00:04:03: Dass man euch auch gut sieht.

00:04:05: Vor allem aber auch gleich erkennt Ihr seid jetzt nicht die Polizei, ihr seid nicht der Rettungsdienst, ihr seit nicht die Feuerwehr sondern ihr seid die Notfallseelsorger und werdet immer dann auch dazu beordert und gerufen von wem eigentlich?

00:04:17: Das ist ganz unterschiedlich.

00:04:18: also im öffentlichen Bereich werden wir oftmals durch den Feuerwehr oder den Rettungstienst dazugerufen Und wenn wir dann im öffentlichem Bereich unterwegs sind haben wir tatsächlich Jacke an, damit wenn wir an die Einsatzstelle kommen sofort erkannt werden und auch ja begrüßt werden hey toll dass ihr da seid.

00:04:38: Wir brauchen euch!

00:04:39: Ich wollte gerade sagen man braucht euch Vor allem oft für Geschädigte, für Menschen vor Ort die vielleicht Beifahrer bei einem schweren Verkehrsunfall waren.

00:04:49: Wo ein Familienmitglied oder einen Freund mit dem schlimmsten Fall verstorben ist.

00:04:53: Ein traumatisches Erlebnis wo Menschen vor ort ganz plötzlich in so eine hässliche Realität gerissen gezogen werden von jetzt auf gleich Wie könnt ihr da überhaupt ran gehen wenn ihr dazu kommt?

00:05:04: Weil ich sag mal das ist auch erstmal recht chaotisch

00:05:07: fort.

00:05:08: Also wichtig ist, dass wir uns den Personen annehmen die Personen aus dem Geschehen raus nehmen und zuhören.

00:05:17: Manchmal je nach Lage stellt man die Frage hey wie ist es denn dazu gekommen?

00:05:21: Dass die Menschen ins Erzählen kommen und da wenn sie erzählen dann auch realisieren das das Leben weiter geht und da sind die ja ist der Anfang sehr wichtig.

00:05:35: Und ja, manchmal ist es auch nur einfach da beisitzen die Hand halten und einfach nie bringen und zuhören.

00:05:43: Also zeigen ich bin da!

00:05:45: Ich bin jetzt nur für dich hier und für dich da und höre dir zu oder euch wenn's eine Gruppe ist.

00:05:52: Ist das ne Sache die eins-zu-eins isst?

00:05:55: Oder kann man auch mit einer Gruppe vor Ort besprechen

00:05:58: und Gespräche führen?

00:05:59: Natürlich kann man auch mit einer Gruppe sprechen.

00:06:03: Es ist ganz unterschiedlich, wenn es jetzt die Angehörigen sind und das sind zwei oder was dann kümmert man sich um beide.

00:06:13: Wenn's größere Lagen sind, dann sind wir auch mit mehreren unterwegs.

00:06:20: also wenn ich an meinen letzten Einsatz denke da waren wir sechs Notfallseelsorger und dann habe ich das so ein bisschen aufgeteilt Wer sich um wen kümmert, aber das ist halt ganz wichtig.

00:06:32: Und ja man kümmet sich dann auch um mehrere also bei einem Verkehrsunfall einen Auto mit einer Familie drin, die das gesehen haben.

00:06:42: Dann kümmert man sich um die ganze

00:06:43: Familie.".

00:06:44: Ja, ich wollte gerade sagen, sie sind eine Gruppe für sich zusammen und dann kann darüber sprechen.

00:06:48: Jetzt gibt es ja aber auch den Fall – und das kommt so tagtäglich in Schleswig-Holstein vor -, dass Polizisten oder in dem Fall ihr als Notfalldehlsorger an eine Adresse fahren müsst und anderen Menschen, die noch gar nichts davon wissen, eine Todesnachricht eines nahen Angehörigen übermitteln müsst.

00:07:05: Wenn ich mir jetzt vorstelle du fährst da kriege ich Gänsehaut beim drüber nachdenken.

00:07:10: Das ist das Allerschlimmste für die Familie in dem Moment, zerbricht etwas!

00:07:13: Wie geht man da?

00:07:14: an die Haustür.

00:07:15: Also, wenn wir kommen ... Entweder gehen wir mit der Polizei zusammen hin oder wir werden im Nachgang gerufen, dass die Polizei den Rettungsdienst mitgenommen hat und der Rettungstienst sagt so jetzt brauchen wir noch Unterstützung dann kommen wir hin.

00:07:30: Man kann das nicht pauschal sagen wie man da vorgeht es kommt ganz drauf an wie wie die Familie reagiert.

00:07:37: also ich hab schon gehabt dass sich eine Familie sehr sachlich mit umgegangen ist.

00:07:43: Ich habe aber auch schon gehabt, dass ich die Person nicht festhalten konnte weil sie wollte weg.

00:07:51: also es gibt völlig unterschiedliche und dementsprechend muss man darauf reagieren.

00:07:56: Also auch Menschen teilweise vor sich selbst schützen.

00:07:58: in den Moment dann wenn eine Überreaktion passiert ja?

00:08:01: Ja

00:08:02: Genau.

00:08:02: Du musst ja im Prinzip auch die ganze Zeit, also für jeden Einsatz neu immer wieder dein ganzes gelerntes hinlegen und irgendein Werkzeug davon nehmen um individuell auf eine Situation reagieren zu können weil ja auch die Geschehnisse oder die Ereignisse immer wieder verschieden sein können.

00:08:18: ich denke da zum Beispiel auch an sowas wie was wir Eltern nie nie niemals erleben wollen aber es passiert eben leider.

00:08:26: wir haben kürzlich hier in Schleswig-Holstein den Fall gehabt dass ein Schulbus auf dem Weg in den Schulausflug war und in den Niederlanden verunglückt ist.

00:08:35: dieser Bus.

00:08:36: Das heißt, ich bin als Elternteil auch noch weit entfernt!

00:08:39: Ich kann in dem Moment gar nicht vor Ort

00:08:41: sein.".

00:08:42: Habt ihr so was auch, dass ihr dann ja auch hier vor Ort in Schleswig-Holstein helfen müsst und hinfahrt?

00:08:47: Und sagt wir klären das jetzt.

00:08:49: Wir gucken und machen... Das muss nicht immer das Alleraller schlimmste sein.

00:08:53: Aber ich glaube wenn ich mir vorstelle, dass mein eigener Sohn vielleicht schon im Krankenhaus ist in einem anderen Land, dann rast mir das Herz!

00:08:59: Bleibt mir fast die Luft weg.

00:09:01: also da kann ich mich wahrscheinlich selber kaum beruhigen.

00:09:03: Es ist ja in dem Moment keine gute Idee selbst ins Auto zu steigen.

00:09:05: Also diese Fälle gab es und würde es leider auch immer wieder geben.

00:09:12: Und auch bei diesen Dingen sind wir dann als Team unterwegs und meistens so war es jetzt da auch, die sind ja zusammengenommen worden in der Schule.

00:09:24: Und dann kommen da Kräfte, je nachdem ob es nur Notfallseesorger sind oder Rettungskräfte die dann unterstützen und ja einfache Fragen auch schon manchmal nur beantworten.

00:09:36: Und sich vielleicht mal kümmern weil wenn ich irgendwo hingehe und den Einsatzleiter frage hat das was anderes als wenn ein Mutter hingeht.

00:09:46: also auch dafür sind wir da dass wir einfach nur manchmal das Bindeglied sind Und damit den Menschen schon eine ganze Menge abnehmen und sagen, hey es ist alles gut.

00:09:57: Ich hab mit dem Einsatzleiter gesprochen.

00:10:00: sind zwar verletzte aber es ist keiner schwer verletzt das reicht dann manchmal schon.

00:10:05: Wir sprechen da ja auch bei sowas immer von fast Krisenintervention.

00:10:09: also wenn wenn so ne Krise mehrere menschen betrifft ist es ja wie kann man dann krisis sagen?

00:10:14: ja keine ahnung

00:10:16: wir haben und dass kann ich Ja, sagen wir haben ja.

00:10:19: im letzten Jahr in Erkanförde hatten wir die Situation eines vermuteten Amokslauf an einer Grundschule.

00:10:26: Dort waren wir auch vor Ort und dort waren wir zwar naja spät will ich nicht sagen aber wir sind nicht vorgekommen weil die ganze Stadt zu war und dort haben wir dann auch mit Eltern geredet.

00:10:41: Drinnen saßen hundert-achtzig Schulkinder und draußen standen nur hundertachzig Eltern.

00:10:47: Und die durften nicht rein, und die anderen durften sich raus.

00:10:50: Dort haben wir dann mit den Eltern zum Teil noch geredet.

00:10:54: Da sind wir auch, da war eine Turnhalle eingerichtet.

00:10:58: Im Nachgang haben wir noch mit den Lehrern gesprochen.

00:11:02: wie geht man jetzt?

00:11:04: die nächsten Tage damit um.

00:11:06: Das wird

00:11:06: die Schüler ja beschäftigen, das beschäftigt

00:11:08: die Schüler und auch die Lehrer, die ja eingesperrt waren.

00:11:12: Wir können dazu gleich mal sagen, damals in der Garnvörde ist niemandem etwas passiert.

00:11:16: Genau!

00:11:17: Das war Gott sei Dank so.

00:11:18: aber dieser Ernst vor Ort, der löst trotzdem in einem schon was aus wenn ich als Eltern davon Wind kriege mein Sohn ist irgendwo in der Schule steckt fest ein Amoklauf angekündigt mir geht sofort der schlimmste durch den Kopf und ich will dann nur noch hin Und dann vor Ort die Panik vermeiden.

00:11:36: Wie kann man das überhaupt hinkriegen?

00:11:38: Weil du kannst ja wahrscheinlich verstehen als Mensch, als Nachbar... Als Vater!

00:11:43: ...als Vater wie aufgebracht Menschen sind.

00:11:46: Das emotionalisiert einen ja unglaublich weil es geht einem an das Innerste.

00:11:50: Ja,

00:11:50: da ist tatsächlich auch die Farbe so ein bisschen beruhigend.

00:11:54: Das war also kein knalliges Rot, sondern tatsächlich auch unsere Farbe.

00:11:58: der Westen oder der Jacken ist beruhigent und das macht eine ganze Menge aus.

00:12:03: Lila?

00:12:03: Können wir das schon noch mal sagen?

00:12:04: Genau, ja.

00:12:06: Und ja, wir sind dann einfach nehmen den Leuten in dem Falle die Angst weil wir eben nicht ... Die Polizei hat mich selbst etwas... Übermand, voll bis oben hin bewaffnet und

00:12:24: natürlich glücklicherweise

00:12:26: die sind vom schlimmsten ausgegangen.

00:12:29: Ja und wir sind dann so ein bisschen dazwischen, nehmen die Ruhe.

00:12:36: Manchmal reicht es schon wenn ich einen beruhige, dann beruhigt sich eine ganze Gruppe weil auch da sind viele die Panik machen und wenn ich bei dem einen die Panic rausnehme, dann reicht das schon.

00:12:49: So ein bisschen Herdeneffekt.

00:12:52: Du sagst es ja gerade schon, es ist natürlich auch so ein Bild.

00:12:54: also wenn ich mir jetzt einen Armoklauf vorstelle man steht da vor der Schule Man hat noch keinen direkten Kontakt zu seinem Kind.

00:13:02: Und drin möchte man sich gar nicht vorstellen, wie viel Angst die auch haben vielleicht.

00:13:07: Man kennt diese Situation drinnen.

00:13:08: Das Ungewisse ist ja auch so dieser treibende Nerv, dieser Trigger den man in der ganze Zeit hat.

00:13:14: und dann sieht man auch noch, du sagst es gerade selbst schwer bewaffnete Polizisten, die man sonst so auch nicht sieht.

00:13:19: das kennt man aus dem Fernsehen, da ist USA oder vielleicht auch mal Deutschland.

00:13:25: aber dann kennt man's aus den Nachrichten.

00:13:26: jetzt ist das von meiner eigenen Haustür und das ist ja das was ich vorhin so meinte Alltäglich, sondern das ist von jetzt auf gleich.

00:13:33: Jetzt kommt der Anruf.

00:13:35: hast du es gehört?

00:13:36: bei uns an der Schule is was?

00:13:37: Das ist ja wirklich Ich würde genauso vor dir stehen und würde dir wahrscheinlich am Ärmel ziehen und fragen, Peter kannst du uns jetzt helfen?

00:13:46: Was ist denn da jetzt los?

00:13:47: Warum spricht denn keiner mit uns so was zum Beispiel.

00:13:50: Da sind wir dann tatsächlich ein bisschen die Vermittler das wir sagen ja ich habe mit dem Einsatzleiter gesprochen dass im Übrigen auch das erste was sich mache wenn ich an eine Einsatzstelle gehe bevor ich mich um irgendjemand kümmer gehe ich zum Einsatzleitern und sage hey Wie ist die Lage?

00:14:05: Ihr habt

00:14:06: da halt auch die Befugnisse in der Info, ihr dann ja auch als diese Funktion da seid.

00:14:09: Erzähl mir was damit ich mich dann auch dementsprechend drum kümmern kann und damit ich dann auch die dementsprechen Auskunft geben kann.

00:14:16: Du würdest

00:14:16: aber auch keinen... Ich meine ihr verhüllt ja nichts sondern ihr müsst ja auch die Tatsachen ansprechen auch da draußen auch wenn schon etwas Schlimmes passiert ist.

00:14:24: bei anderen Lagen vielleicht jetzt damals in der Kanffürde ist nichts passiert wie gesagt.

00:14:28: Aber wenn ein Eintrachtleiter dir sagt das und dass es hier schon passiert wir haben was es ich bei irgendeinem Unfall oder sonst wo, oder bei einem Ereignis leider auch schon Tote und Verletzte.

00:14:38: Das müsstest du ja auch versuchen zu vermitteln?

00:14:41: Ja natürlich!

00:14:42: Wenn nicht danach gefragt werde muss sich das auch sagen.

00:14:47: Natürlich immer so ein bisschen geschützt aber man muss es dann auch sagen wenn ist denn dann freigegeben ist.

00:14:58: Ja klar, die sind ja polizeiliche Einsätze.

00:15:01: wenn sie laufen reden wir von laufenden Ermittlungen oder in dem Fall auch an einem laufendem Einsatz dann ist das nochmal was anderes auch aus polizeitaktischen Gründen das ist vollkommen klar.

00:15:10: Das ist aber auch schwer dass du vermitteln zu sagen ihr müsst jetzt leider Geduld haben Wir können jetzt gerade nichts sagen oder die dürfen uns auch noch nicht sagen.

00:15:17: Manchmal ist man dann auch der Sündenbock Aber so ein

00:15:20: dickes Fell haben als Notfallseelsorger.

00:15:22: Also ich meine kommt auch mal etwas doofes zurück.

00:15:25: Ja, natürlich kommt was Doves zurück.

00:15:27: Aber am Ende gibt es keinen Einsatz, wo ich nicht gut rausgefahren bin, weil sich Menschen bedankt haben, weil wir ihnen geholfen haben.

00:15:37: Natürlich wird man auch mal beschimpft und das ist aber auch im häuslichen Bereich.

00:15:42: Da sagt dann Oma Erna zu mir, warum ist denn jetzt mein Heinz weg?

00:15:48: Und beschimpfte mich.

00:15:50: Eine halbe Stunde später sagt sie zu mir ... Sie haben ja noch gar keinen Kaffee gekriegt.

00:15:55: Ich mach Ihnen jetzt erst mal einen

00:15:56: Kaffe.".

00:15:56: Also

00:15:57: du weißt, dass die Menschen in dem Moment überfraudert sind?

00:15:59: Genau!

00:15:59: Ja und das werden wir auch... Und wenn man da wie ... Was find

00:16:01: ich krass muss ich übrigens an der Stelle immer sagen.

00:16:03: Dass man das dann trennt also ist ja deine Aufgabe in den Moment.

00:16:06: dann aber dass man es dann noch so trennt als Mensch.

00:16:07: Es ist ein direktes Umfeld so um einen, ne?

00:16:12: Das kann auch mal mitnehmen.

00:16:13: Aber wenn ich das an mich ran lasse, dann würde mich das ja auch kaputt machen.

00:16:19: Am Schluss ist es immer nicht gut Wenn jemand verstorben ist oder wenn das Haus abgebrannt ist, oder die Kinder nach Hause gehen nach dem vermuteten Amoklauf.

00:16:29: Ist es nicht gut?

00:16:30: Da ist noch viel Arbeit da!

00:16:33: Aber man hat so den ersten Schritt gemacht und dann fühlt man sich wohl.

00:16:38: Ich finde das ganz großartig was du uns heute hier mal erzählt aus deiner... Welt.

00:16:43: ganz, ganz wichtig und toll, dass du hergekommen bist.

00:16:47: Und uns davon erzählst, denn ihr braucht natürlich auch irgendwann mal wieder Verstärkung oder auch laufend!

00:16:53: Denn du hast es auch gemacht, du hast dich zum Notfallseesorge ausbilden lassen Peter.

00:16:57: Mach das schon seit zehn Jahren aber das geht nicht für ewig.

00:17:01: Irgendwann darf auch Peter in den zwanzig dreißig jahren Rente gehen.

00:17:08: möchtest dafür ja auch vielleicht noch mal sagen, wer da Interesse hat kann sich auch jederzeit an euch wenden?

00:17:13: Ja natürlich.

00:17:13: Also wir sind ein Team was zum Teil aus Pastoren ist und zum anderen Teil aus Ehrenamtlichen so wie ich das mache.

00:17:22: Was auch sehr wichtig ist weil man auch an Situationen kommt gerade im häuslichen Bereich wo dann jemand sagt neben Pastor kommt mir hier nicht rein Und ich sag dann, ich bin kein Pastor.

00:17:32: Ich bin Soldat und dann ... Ach ja, dann komm rein!

00:17:35: Also von daher sind wir auch wirklich drauf angewiesen.

00:17:39: Ja Menschen, Personen aus dem täglichen Leben die keine Pastoren sind sondern die meinen und von sich überzeugt sind.

00:17:48: Ich kann anderen Menschen helfen, ich kann zuhören.

00:17:51: Das ist halt sehr wichtig.

00:17:54: längster Einsatz, wo ich nichts gesagt habe ging vier Stunden.

00:17:58: Ich habe drei Worte gesagt und habe nur entweder zugehört oder geschwiegen.

00:18:02: auch das muss man können und das muss aushalten können.

00:18:05: also wer da Interesse daran hat kann sich gerne an uns wenden.

00:18:08: ja wir bilden gerne aus und wir brauchen Unterstützung.

00:18:12: dann kann man das besser auf mehrere Schultern verteilen.

00:18:16: wenn man an euch wenden möchte, dann kann man das an die Nordkirche im Kirchenkreis Rennsburg-Erkantförde machen.

00:18:22: Ihr habt dort die Abteilung der Notfallseelsorge.

00:18:26: da sieht man auch euch nochmal auf dem Foto.

00:18:28: Man sieht dich natürlich auch bei uns bei Social Media.

00:18:30: wir verlinken euch da auch und wer da Interesse hat kann sich gerne melden.

00:18:33: ihr könnt euch natürlich auch jederzeit bei RSH melden, wir vermitteln das Ganze dann.

00:18:37: Aber es braucht sie eben nicht nur im Kreisrenz, aber er kann fördern!

00:18:39: Es braucht sie in ganz Schleswig-Holstein, in ganz Deutschland.

00:18:42: Ehrenamtliche Wir sagen dass in diesem Podcast so oft zusammen sind wie Schleswich-Hollstein.

00:18:47: Das ist jetzt mal für unser Bundesland gesagt und ich glaube das passt auch ganz gut zu euch Wenn ihr da unterwegs seid, ehrenamt ist nunmal ein Ehrenamt Und das macht man freiwillig und umsonst weil man für andere Menschen da sein will und wenn man glaub Ich auch möchte wenn's einem selbst schlecht geht Dass jemand kommt und mir hilft weil er eben bereit dazu ist.

00:19:06: Du bist bereit dazu, Peter und ich sage dir lieben Dank dass uns heute ein klein bisschen hast du Schlüsselloch gucken lassen wie das bei euch aussieht und ja wünsche euch natürlich auch selbst dass ihr immer heile und mit gesunder Seele zurück kommt aus euren Einsätzen.

00:19:19: vielen dank dass heute bei uns war's!

00:19:20: Das war

00:19:35: Blaulicht, der Helfer-Podcast.

00:19:37: Ein RSH Original Podcast von Matzerschmarrk.

00:19:40: Alle Folgen hört ihr auf rsh.de und in der

00:19:44: RSH

00:19:44: App eine Produktion von RegioCast, deutsches Radio Unternehmen.

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